+++ Klosterkirche Frauental +++                     +++ Beachten Sie die freitragende Kirchendecke - ein architektonisches Meisterwerk für ihre Zeit +++

 

Die langgezogene Oberkirche schließt im Osten mit einem polygonalen Chorraum ab. Der hohe Triumphbogen ist rechteckig (also noch romanisch) profiliert. Die schmalen Halbsäulen in den sechs Ecken des Chorraumes und weitere zwei verkürzte (an der Nord- und Südseite) im ersten Bogenfeld tragen in den Konsolen frühgotischen Blattschmuck mit Palmetten und Knospen. Die Schlusssteine im Chor ziert ebenfalls flacher Palmettenschmuck, der voller Lebendigkeit ist und so zur Leichtigkeit des Raumes beiträgt.

Auf dem Boden sind Fundamentreste des ehemaligen Hochaltars (im Bauernkrieg 1525 zerstört) zu sehen. Die drei spätgotischen Figuren auf den modernen Wandkonsolen stellen dar: rechts Benedikt von Nursia, daneben Maria mit dem Jesuskind (mit einer Korallenkette) und vermutlich Bernhard von Cairvaux, den Ordensgründer.

Das Epitaph an der Nordwand mit der Totenfeldvision des Propheten Hesekiel (Kap. 37) wurde von Amtmann Wagner gestiftet. Die Grabsteine im hinteren Teil künden von einem recht selbstbewussten Frauentaler Bauernstand.